Chronik

Die Geschichte des Schützenverein Hohne-Niedermark

Die Gründung und das erste Schützenfest

Neunundneunzig Jahre sind vergangen, seitdem nachweißlich der Schützenverein Hohne-Niedermark gegründet wurde. Im folgenden Text soll versucht werden, die Geschichte des Vereins zu beschreiben. Als wichtigste Quellen stehen die Protokollbücher zur Verfügung. Sie geben uns einen lückenlosen Überblick über das Vereinsgeschehen der vergangenen 75 Jahre. Auch die Festschrift, die der Verein zum 50 jährigen Bestehen herausgegeben hat, enthält bereits eine Vereinschronik, die hier auch in wesentlichen Teilen nochmals wiedergegeben ist. Weitere Informationen konnten aus dem Zeitungsarchiv der Stadt Lengerich und dem Vereinsarchiv entnommen werden.

Der Schützenverein Hohne-Niedermark wurde am 13. Juni 1911 gegründet. So steht es auf der 1. Seite des noch vorhandenen Protokollbuches.

Protokoll

Zu dieser Vereinsgründung kam es, als verschiedene junge Männer, unabhängig von dem übrigen Vereinsleben in Hohne, einem eigenen Schützenverein gründen wollten. Bei einer Wanderung durch die Hohner-Niedermark, die ihr Ziel in “Caldemeyers Busch“ hatte, tauchten die ersten Gedanken zur Vereinsgründung auf. Auch wurden hier schon vorübergehend die Vorstandsmitglieder ernannt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Wilhelm Schulte bestellt. Da ein Vereinslokal fehlte, (heute Gärtnerei Kötterheinrich) abgehalten. Das Protokoll dieser Versammlung lautet wie folgt:

Protokoll

Das Gründungsjahr 1911 war Berichten der Lengericher Zeitung zufolge ein großes Hitze- und Dürrejahr. So wurde z.B. in der Zeitung vom 1.8.1911 berichtet, dass auf einem Apfelbaum die Früchte unter der Glut der Sonne so stark verbrannten, dass man von Bratäpfeln frisch vom Baum reden konnte.

Am 14.8.1911 wurde berichtet, dass der Grundwasserstand so niedrig war, das mehrere Brunnen versiegten und die Landwirte wegen Futtermangel ihr Vieh verkaufen mussten. Nach Erzählungen unserer älteren Schützenbrüder hatten die Kartoffeln bei der Ernte in diesem Dürrejahr lediglich die Größe von Weintrauben.

Das erste Schützenfest des Vereins fand am 8. August 1911 auf dem Hof des Schützenbruders Friedrich Schallenberg statt. Dieses Fest wurde an einem Dienstag gefeiert und war ein voller Erfolg. Das Interesse der Bevölkerung war sehr rege. Der erste Schützenkönig war Wilhelm Hölscher.

 

Schützenfest 1911

Anzeige zum 1. Schützenfest in der LZ vom 05.08.2010

Der König wurde auf dem an der Knemühle befindlichen Scheibenstand ausgeschossen. Es wurde mit Steckbüchsen auf 120 Meter geschossen. Der Scheibenstand gehörte dem Schützenverein Hohne und dem Kriegerverein Hohne. Die Genehmigung dieser Vereine zur Benutzung des Scheibenstandes wurde ohne weiteres erteilt. Es musste eine Abstandssumme von je 100,-- Mark an die Vereine gezahlt werden und außerdem an Herrn Knemöller als Grundstückseigentümer eine Rente von 10,-- Mark.

Die Musik für das Schützenfest stellte die Kapelle Otto Dahlhoff aus Tecklenburg. Diese Kapelle spielte auch in den folgenden Jahren fast auf allen Schützenfesten.

Bei diesen Schützenfesten fuhren die Adjutanten mit dem Fahrrad. Hauptmann, Major und Oberst ritten zu Pferde.

Wer ohne Entschuldigung dem Festzug fernblieb, musste zum Festball 50 Pfennig bezahlen. Der Eintritt für nicht Nichtmitglieder betrug eine Mark und für die Damen 50 Pfennig.

In Hohne-Niedermark gab es damals kaum befestigte Wege. Die Sandwege waren im Sommer bei Trockenheit oft wie Pulver, so dass bei den Schützenumzügen selbst die Kutschen oft im Sand stecken blieben. Der aufgewirbelte Staub machte auch besonders der Blaskapelle zu schaffen.

Im Gründungsjahr umfasste der Verein schon 64 Mitglieder. Der erste festgestellte Kassenbestand betrug am 7.10.1911 13,57 Mark.

Auf der Knemühle bis zum 1.Weltkrieg

In der Generalversammlung am 21.Januar 1912 wurde der Vorstand neu gewählt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Julius Becker und zum zweiten Vorsitzenden Gustav Peters bestellt.

Das zweite Schützenfest wurde am 12.Juni 1912 gefeiert. In diesem Jahr traten weitere 20 Männer dem Verein bei, so dass der Verein im 2. Jahr seines Bestehens bereits 84 Mitglieder hatte.

Den ersten Schützenball feierte man am 20.Oktober 1912 im Saal des Vereinswirtes August Kortlüke.

Zum Tanz spielte die Kapelle “Kurz und Klein“ (Friedrich Brundiek). Die Vorstände der Hohner Vereine trafen sich am 26. November 1912, um über dem Bau einer großen Unterkunftshalle und die Überdachung des Scheibenstandes an der Knemühle zu beraten. Der Bau der Halle sollte bis zum 1. April 1913 beendet sein und wurde von Herrn Knemöller übernommen. Die Hohner Vereine verpflichteten sich, auf die Dauer von 15 Jahren hierfür einen Zins zu zahlen. Es wurde vereinbart, dass der Hohner Schützenverein und der Schützenverein Hohne-Niedermark je 20,-- Mark und der Kriegerverein Hohne jährlich 30,- Mark zahlen.

Zum Schützenfest 1913 wurden Schützenhüte angeschafft. Der Königszuschuss aus der Vereinskasse zum Schützenfest betrug jetzt 15,- Mark.

Am 17. Juni 1914 wurde das letzte Schützenfest vor dem ersten 1. Weltkrieg gefeiert. Die Kapelle Dahlhoff wurde bereits morgens um 4.30 Uhr mit Pferd und Wagen an der Bashake abgeholt.

Nach diesem Schützenfest fand das erste Scheibenhängen statt. Man trat an der Knemühle an und feierte abends auf der Tenne eines Hohner Bauern.

Als der erste Weltkrieg ausgebrochen war, ruhte das Vereinsleben anfangs noch nicht. In der Generalsversammlung am 12. September 1914 wurde beschlossen, die Witwen der gefallenen Schützenbrüder zu unterstützen. Hierfür wurden aus der Vereinskasse 100,-- Mark bewilligt. Man rechnete noch nicht damit, dass sich der Krieg über vier Jahre erstrecken würde, denn während der ganzen Zeit konnten natürlich Unterstützungen in einem solchen Maß nicht mehr gewährt werden.

Während des weiteren Verlaufes des Krieges ruht das Vereinsleben im Schützenverein Hohne-Niedermark nun ganz.

Zwischen den Kriegen

In der ersten Versammlung nach dem 7. Juni 1919 wurde beschlossen, den Verein in altgewohnter Weise weiterzuführen. 23 Schützenbrüder waren im Krieg gefallen. Trotz aller Sorgen, der alte Schützengeist lebte wieder auf.

Der erste Vorsitzende Julius Becker legte den Vorsitz nieder. Der bis dahin den zweite Vorsitzende Gustav Peters wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Das Vereinslokal wurde jetzt zur Knemühle verlegt. Die Zahl der Mitglieder betrug im Jahre 1919 schon wieder 103 und stieg in den nächsten Jahren weiter an.

Der erste König nach dem Krieg war Gustav Peters.

Im Jahre 1921 tauchte der Gedanke auf, zu Ehren der gefallenen Hohner ein Denkmal zu errichten. Es wurde ein Ausschuss gebildet, in dem jeder Hohner Verein vertreten war. Man einigte sich dahingehend, es gegenüber dem Lokal Heckmann zu errichten.

In der Versammlung vom 16. Oktober 1921 wurde August Haßmann erster Vorsitzender. Nun kam auch wieder die Anschaffung der Vereinsfahne zur Sprache, die durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges nicht mehr möglich gewesen war. Es wurden Verhandlungen mit verschiedenen Firmen aufgenommen und schließlich die Bonner Fahnenfabrik mit der Lieferung beauftragt. Im festlichen Rahmen wurde dann am 21. Mai 1922 die Vereinsfahne eingeweiht.

 

Fahnenweihe

Anzeige in der LZ vom 18.05.1922

Diese Fahne ist noch heute das Schmuckstück des Vereins. Sie wurde zum jetzigen 75-jährigen Jubiläum renoviert und befindet sich in einem tadellosen Zustand.

Die Lengericher Zeitung berichtete am folgenden Tag ausführlich über diese Fahnenweihe.

Bericht Fahnenweihe

Bericht Fahnenweihe 2

Es soll auch hier nicht unerwähnt bleiben, dass während der Inflationszeit der Kassenbericht im Jahre 1923 mit einer Einnahme von 47.227.012,78 Mark und einer Ausgabe von 30.762.833,00 Mark schloss.

Von 1924 bis 1926 übernahm Hermann Haßmann den Vorsitz, der dann bis 1930 von Herman Henschen fortgeführt wurde. 1930 wählte man den schon langjährigen ersten Schriftführer Otto Budke zum ersten Vorsitzenden.

Bis zum Jahre 1936 verlief das Vereinsleben im gewohnten Rahmen. Manches schönes Fest konnte in Hohne-Niedermark gefeiert werden. War doch bis zum zweiten Weltkrieg das Schützenfest in der Niedermark immer ein Ereignis für jung und alt.

Schützenfest 1931
Schützenfest 1931

Im Sommer 1936 wurde in Hohne-Niedermark das Heimatschützenfest gefeiert.

Heimatschützenkönig wurde Gottfried Bögel.

Im Jahr 1936, zur Zeit des Nationalsozialismus, wurden alle Schützenvereine in den “Deutschen Schützenbund“ eingegliedert. Die Hohner Schützenverein wurden als Hohner „Schützenbund“ zusammengeschlossen und traten nur noch als Schützenkompanien in Erscheinung. Der Vorsitzende Otto Budke war nun Kompanieführer der Schützenkompanie Hohne-Niedermark.

Das letzte Schützenfest vor dem zweiten Weltkrieg wurde 1939 gefeiert. Der damalige Schützenkönig Wilhelm Bossemeier hatte die Königswürde während des ganzen Krieges und danach bis zur Wiederaufnahme des Vereinslebens 1949, also genau zehn Jahre, inne.

Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges kam auch das Vereinsleben vollständig zum Erliegen, wenn auch bis zum Jahre 1942 noch Versammlungen und so genannte “Opferschießen“ veranstaltet wurden. Einen Schützenverein Hohne-Niedermark gab es eigentlich nicht mehr. Denn zu sehr hatte der Krieg mit seinen Anforderungen die Menschheit in Anspruch genommen.

Wiederbeginn 1949

Im Frühjahr 1949, erst 4 Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkrieges, unternahmen verschiedene Hohner den Versuch, den Schützenverein Hohne-Niedermark wieder neu erstehen zu lassen. Zu der ersten Versammlung am 9. April 1949 im Vereinslokal “Knemühle“ erschienen 20 Mitglieder. Als erstes hatten die Versammelten die traurige Pflicht, 38 gefallener und vermisster Schützenbrüder zu gedenken, unter ihnen der ersten Vorsitzenden Otto Budke. Der langjährige zweite Vorsitzende Ludwig Welp übernahm jetzt das Amt des ersten Vorsitzenden. Ein Kassenbericht brauchte in dieser Versammlung nicht erstattet zu werden, da das Geld durch die Währungsreform entwertet worden war. Bereits in der nächsten Versammlung am 23.April 1949 wurden 11 neue Mitglieder aufgenommen, unter ihnen auch Männer, die ihre Heimat im Osten verlassen mussten.

Das erste Schützenfest nach dem Kriege konnte am 21.August 1949 gefeiert werden. Der Schützenkönig wurde mit Luftgewehr ausgeschossen, da die Besatzungsmächte das Schießen mit Kleinkalibergewehren noch verboten hatten. Die Königswürde errang Otto Darr. Die weitere Vereinstätigkeit spielte sich wieder in altgewohnter Weise ab.

Im Jahre 1951 konnte der Verein sein 40-jähriges Bestehen feiern. An diesem Jubiläumsfest nahmen Abordnungen von 12 Nachbarvereinen teil. Die Festansprache hielt Herr Lehrer Kleineberg. Jubiläumskönig wurde Wilhelm Hardung.

Erstmals wurde im Jubiläumsjahr vom Schützenverein Hohn-Niedermark auch ein Kinderschützenfest durchgeführt. Der erste Kinderschützenkönig wurde Günter Peters.

Empfang Gastvereine 1951Empfang der Gastvereine auf dem Hof der Knemühle 1951

Anzeige TL 1951
Anzeige in der TL vom 25.05.1951

Festumzug 1951Festzug 1951 über die Lienener Straße in Höhe der Werkseinfahrt der Firma Dyckerhoff Werk I

Kinderschützenfest 1951Kinderschützenfest 1951

Alle Kinder hatten vor dem Fest selbst Papierhüte gebastelt und nahmen nun mit ihrem Hofstaat am Festzug teil. Die Kette für den Kinderschützenkönig wurde gestiftet.

Beim 40-jährigen Jubiläumsfest spielten zum Festzug die Dyckerhoffkapelle mit 24 Mann und der Spielmannszug des TV Hohne.

In einer Feierstunde konnte am 20. Januar 1952 die erweiterte Ehrentafel zum Gedenken der Gefallenen des zweiten Weltkrieges eingeweiht werden. Herr Lehrer Kleineberg hielt die Gedenkrede.

EhrentafelEhrentafel der Gefallenen und Vermissten des ersten und zweiten Weltkrieges

Das Jahr 1952 war auch die Zeit der Trennung der beiden Schützenvereine Hohne-Ost und Hohne-Niedermark. Beide Vereine waren 1936 auf Erlass des damaligen Reichssportführers zum Schützenbund Hohne zusammengeschlossen worden. Nun begann für die Schützenbrüder aus Hohne-Ost wieder der Drang zur Selbstständigkeit.

Der Schießstand an der Knemühle war durch Kriegseinwirkungen völlig zerstört worden. Da ab 1952 wieder mit Kleinkalibergewehren geschossen werden durfte, wurde der Schießstand vom Schützenverein Hohne-Niedermark in Selbsthilfe wieder aufgebaut. Die Schützenbrüder hatten insgesamt 2.112 Arbeitsstunden geleistet. Mit der Fertigstellung des neuen Kleinkaliberstandes wurden wieder verschiedene Schießwettbewerbe durchgeführt.

1955 stellte der 1. Vorsitzende Josef lange sein Amt zur Verfügung. Nachfolger wurde bis 1959 Günter Knittel.

Im Jahre 1956 kam es zu einem “Grenzkonflikt“ mit dem Nachbarverein aus Ringel. Der Tecklenburger Landbote berichtete wie folgt:

Grenzzwischenfall 1956
Ausschnitt aus dem TL vom 04.06.1956

Im Jahre 1958 wurde das Hohner Mahnmal hinter die Kirche eingeweiht. Alle Hohner Vereine hatten sich an dem Bau beteiligt. Über den Bau des Mahnmals wird an anderer Stelle nochmals ausführlich berichtet.

Von 1959 an übernahm Wilhelm Becker die Führung des Vereins. Er war 16 Jahre lang Vorsitzender.

Festzug 1959Festzug der Schützen und Schützenfestnachmittag an der Knemühle Ende der 50er Jahre

Festzug 1959

 

 

 

Anzeige TL 1961

Festakt 1961

1961 war für den Schützenverein Hohne-Niedermark ein besonderes Jahr. Das goldene Jubiläum wurde am 28. Mai 1961 groß gefeiert.

24 Gastvereine nahmen an dem Festakt auf dem Platz der Schule Hohne 1 teil. Tags zuvor war hart um die Königswürde gerungen worden. Jubiläumskönig wurde der 1.Vorsitzende Wilhelm Becker. Seine Ehefrau Margrit wurde Königin.

Jubiläumspaar 1961

 

Artikel Jibiläum 1961

Bericht im TL vom 30.05.1961 über das Jubiläumsschützenfest

In den folgenden Jahren verlief die Vereinstätigkeit hauptsächlich in traditionellen Bahnen. Zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders wurden der Winterball, das Himmelfahrtsschießen, das Schützenfest und das Scheibenhängen. Es sei erinnert an die Schiffsfahrten auf dem Kanal, die vielen Busreisen und auch die Fahrten mit dem Samba-Express der Deutschen Bundesbahn nach Königswinter, zur Biggetalsperre und nach Norderney.

Neue Aktivitäten verbreitern die Basis

Im Jahre 1964 wurde nach langer Pause erstmalig wieder ein Kinderschützenfest gefeiert. Da die alte Kinderkönigskette nicht mehr aufzufinden war, wurde eine neue Kette angeschafft. Der Kiriderhofstaat wurde bei verschiedenen Spielwettbewerben ermittelt. Alle Kinder wurden für ihren Einsatz bei der Durchführung der Spiele mit Süßigkeiten belohnt. Inzwischen ist die Durchführung der Kinderschützenfeste schon zur Tradition geworden. Schon 22 Jahre in ununterbrochener Reihenfolge wird in Hohne-Niedermark ein Kinderschützenkönig ermittelt. Die Kinderkönigskette ziert heute schon so manche Plakette und aus den ehemaligen Kinderkönigen sind inzwischen schon erwachsene Männer geworden. Insbesondere durch die Kinderschützenfeste, aber auch bei anderen Veranstaltungen und Gelegenheiten, wurde die gute Verbindung des Schützenvereins Hohne-Niedermark zur Schule Niedermark gefestigt. Die Lehrer dieser Schule hatten für die Belange des Vereins immer ein offenes Ohr. Als Zeichen der Dankbarkeit und Verbundenheit stellte der Schützenverein Hohne-Niedermark an der Schule anläßlich des Schulfestes eine Torwand auf. Es ist schon fast zur Tradition geworden, daß Lehrer und Schüler der Grundschule Niedermark an der Gestaltung der Weihnachtsfeiern des Vereins und der Seniorennachmittage mitwirken. Auch der Laternenumzug um den Niedermarker See wird schon seit mehreren Jahren gemeinsam mit der Schule durchgeführt. Zum. Abschluß erhalten dann alle Kinder einen Bratapfel. Bleibt zu wünschen, daß die Beziehungen zur Schule Niedermark auch in Zukunft so harmonisch verlaufen und der Schützenverein noch viele Jahre die Kinder von der Schule zum Kinderschützenfest abholen kann. Unsere im Jahre 1922 angeschaffte Vereinsfahne mußte im Jahre 1967 erstmals renoviert werden. Das nötige Geld kam durch Spenden von Vereinsmitgliedern zusammen.

In der Jahreshauptversammlung am 8.1.1969 wurde nach langer Diskussion mit knapper Mehrheit beschlossen, für die Vereinsmitglieder Schützenjacken zu beschaffen. Es wurden zunächst ausgesonderte Jacken des Bundesgrenzschutzes gekauft. Am 8.1.1971 trafen sich erstmals einige Damen in der Schützenhalle, um auch am Schießsport teilzunehmen. Das Damenschießen fand ab jetzt an jedem 1. Freitag im Monat statt. Es wurde alljährlich eine Vereinsmeisterin ermittelt. Um auch im Winter den Schießsport betreiben zu können, mußte der Schießstand renoviert und isoliert werden. Wände und Decken wurden mit Holz vertäfelt. Der eigentliche Schießstand wurde von der Halle durch eine Glaswand getrennt. Es entstand auch ein gemütlicher Clubraum. Alle Räume konnten jetzt auch durch Oelöfen beheizt werden. Das 60-jährige Bestehen des Vereins wurde am 28. und 29. August 1971 auf der Knemühle gefeiert. Am Festakt und dem Umzug zum Ausholen der Majestät Helmut Metkemeyer beteiligten sich die fünf Nachbarvereine Schützenverein Ringel, Schützenverein Hohne-Ost, Kameradschaft ehemaliger Soldaten Hohne, Turnverein Hohne sowie der Männergesangverein Arion Hohne. Der Tecklenburger Landbote berichtete am 30.8.1971 über das Jubiläum recht ausführlich. Abschließend heißt es in dem Bericht: “Das Jubiläumsschützenfest in Hohne-Niedermark hat gezeigt, daß in Hohne nicht nur ein echter Schützengeist herrscht, sondern auch eine gute Kameradschaft unter allen Hohner Vereinen. Möge dies auch in Zukunft so bleiben.“ In einer kleinen vereinsinternen Feierstunde wurde am 9. April 1974 der 25. Wiederkehr der Neugründung des Schützenvereins Hohne-Niedermark nach dem 2. Weltkrieg gedacht. Die Festansprache auf dem Saal der Knemühle hielt der 1. Schriftführer Helmut Metkemeyer. Am 12. Juni 1974 veranstaltete der Verein erstmals eine Sommersonnenwendfeier am “Anepool“. In freier Natur wurde eine Tanzfläche hergerichtet. Es gab einen Getränke- und Bratwurststand und ein Lagerfeuer wurde angezündet. Alle Beteiligten erinnern sich sicherlich noch gern an dieses sogenannte “Blüsenfest“. Im Sommer 1974 fand auf dem Sportplatz an der Schule Niedermark ein Fußball-Freundschaftspiel zwischen dem Verein “Rot-Weiß Hohne“ und dem Schützenverein Hohne-Niedermark statt. Die Niedermarker verloren dieses Spiel deutlich, konnten aber später bei einem Vergleichskampf auf dem Schießstand diese Niederlage wieder wettmachen.

Alle Hohner Vereine und der Schützenverein Ringel veranstalteten im Juni 1975 beim Waldgasthof Hilgemann in Ringel ein “Spiel ohne Grenzen“ zu Gunsten der Aktion Sorgenkind. Die Veranstaltung wurde zu einem großen Erfolg. Der Erläs war beträchtlich. Es konnte ein Kleinbus für die Sonderschule in Ringel angeschafft werden. Nachdem Wilhelm Becker 16 Jahre lang den Verein durch viele Höhen und Tiefen geführt hatte, stellte er im Jahre 1975 sein Amt zur Verfügung. Neuer erster Vorsitzender wurde Horst Lechtermann. In der Mitgliedsversammlung am 24. Mai 1975 beschloß der Verein nach langer Diskussion und mit knapper Mehrheit, auch Frauen in den Schützenverein aufzunehmen. Einer Änderung der Vereinssatzung bedurfte es hierzu nicht, da laut Satzung jede Person, die das 18. Lebensjahr vollendet hat, dem Verein beitreten kann. In dieser Versammlung ließen sich sofort 8 Frauen in den Verein aufnehmen. Es wurde jedoch beschlossen, daß Frauen nicht bester Schütze (König) werden können. Das Jahr 1975 war auch noch aus anderer Sicht für den Verein von besonderer Bedeutung. Es ließen sich insgesamt 46 Personen neu in den Schützenverein aufnehmen. Im Januar 1976 übernahm Herward Vogelpohl den Vorsitz im Verein. Unter seiner Führung wurde der jährliche Veranstaltungskalender noch um einige Termine erweitert. Es wurde ab jetzt alljährlich ein öffentliches Preisdoppelkopfturnier und ein Pfannkuchenessen durchgeführt. In einer außerordentlichen Generalversammlung am 2.7.1977 wurde über die Neufassung der Vereinssatzung beraten und Beschluß gefaßt. Gleichzeitig wurde eine neue Geschäftsordnung erlassen.

Die Flurbereinigung erschließt neue Chancen

Durch die Flurbereinigung Lengerich-Ost erhielt die Hohner-Niedermark ein völlig neues Gesicht. Tiefe Wunden wurden in das Landschaftsbild geschlagen. Viele Straßen wurden neu ausgebaut und manche Wailhecke mußte verschwinden. Die Hohner-Niedermarker-Schützen ließen es sich nicht nehmen, an der Gestaltung ihrer Heimat mitzuwirken. Viel Aufsehen erregten die Schützen mit ihren Aktionen auf dem Gebiet der Heimat- und Naturpflege. Zunächst wurden Radtouren durch das Flurbereinigungsgebiet Lengerich-Ost organisiert. Auch an der Erarbeitung der Vorschläge für die Straßenbenennung in Hohne war der Schützenverein beteiligt. Auf die Bezeichnung “Schützenstraße“ sind die Niedermarker besonders stolz.

Artikel Strassenbenennung

Durch die neuen Straßen und Wege wurde das Hohner Gebiet vor allem für Radfahrer und Wanderer besser erschlossen. Im Verein entstand daraufhin die Idee, an besonders markanten Punkten in der Niedermark Ruhebänke aufzustellen. Der Vorschlag wurde von allen mit Begeisterung aufgenommen und viele beteiligten sich spontan an den Arbeiten zur Anfertigung der Bänke.

Bänke aufstellenMitglieder des Schützenvereins Hohne-Niedermark bei der Bankmontage

Am 21. Juli 1979 wurden 24 Ruhebänke und 2 Tische in einer gemeinsamen großen Aktion in Hohne-Niedermark aufgestellt. Mit Pferdewagen wurden die schweren Holzbänke zu den einzelnen Punkten gefahren. Bürgermeister Karner und Stadtdirektor Denter hatten es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, an der Aktion teilzunehmen. Sie waren, der Situation entsprechend, per Fahrrad angereist. In einer weiteren Aktion im Februar 1980 wurde die Kippe an der Bundesbahnlinie von Müll und Unrat befreit und der ehemalige Wanderpfad freigelegt. Bei den Aufräumungsarbeiten wurden große Mengen Müll verbrannt oder mit Hilfe eines Baggers umweltfreundlich beseitigt.

Eiche pflanzen
Pflanzen der Königseichen am Niedermarker See

Auch mit der Aktion “Königseichenallee“ wollten die Hohne-Niedermarker Schützen ihre Verbundenheit mit der Heimat unter Beweis stellen. Am 21. März 1981 trafen sich 40 ehemalige Majestäten oder deren Angehörige, um am Niedermarker See eine Eiche zu pflanzen. Jeder gepflanzte Baum wurde mit einem Schild versehen, auf dem der Name des Königs und die Jahreszahl des Amtsantritts seiner Regentschaft stehen. Von nun an pflanzt jedes Jahr die Hohne-Niedermarker Majestät ihre “Königseiche“ am Niedermarker See.

Am 7. Februar 1981 wurde erstmals vom Verein ein Heimatabend mit Grünkohlessen in der Gaststätte “Breedenschänke“ veranstaltet. Plattdeutsche Vorträge und Lieder sowie Lichtbilder aus der Heimatstadt sorgten für Unterhaltung der vielen Zuhörer.

Der Heimatabend wurde inzwischen schon zum 6. Mal durchgeführt und ist aus dem Veranstaltungskalender des Vereins nicht mehr wegzudenken.

Als im Jahre 1980 die Gaststätte “Zur Knemühle“ geschlossen wurde, hatten die Hohne-Niedermarker Schützen kein Vereinslokal mehr. Um ein geordnetes Vereinsieben auch weiterhin aufrechterhalten zu können, mußte die Schützenhalle gründlich renoviert und Toilettenanlagen gebaut werden. Die Einweihungsfeier fand am 18.7.1981 statt, rechtzeitig zu den bevorstehenden Festlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Vereins. Von jetzt an konnten in der Halle auch Versammlungen und andere Veranstaltungen des Vereins durchgeführt werden.

Das 70-jährige Bestehen des Vereins wurde am 29./30.8.1981 in den Anlagen der Knemühle gefeiert. Schützenbruder Helmut Vogelpohl, der den Umbau der Schützenhalle organisiert hatte, wurde in diesem Jahr auch Majestät.

Im Herbst 1981, anläßlich des “Scheibenwegbringens“, hatte sich der Vorstand etwas besonderes einfallen lassen. Bei Einbruch der Dunkelheit sollte der Niedermarker See in “Flammen“ stehen. Leider vereitelten Sturm und Regen die getroffenen Vorbereitungen, so daß die 1000 Lichter nicht angezündet werden konnten. Diese Veranstaltung wurde jedoch im folgenden Jahr wiederholt und war für alle sehr beeindruckend.

In der Jahreshauptversammlung im Januar 1982 legte der 1. Vorsitzende Herward Vogelpohl sein Amt nieder. Nachfolger wurde der bisherige 2. Vorsitzende Heinz Huckriede. Auch unter seiner Regie gab es in den letzten Jahren ein reges Vereinsleben.

Neu aufgenommen in das Veranstaltungsprogramm wurde jetzt noch in der Adventszeit ein Seniorennachmittag für alle Schützenbrüder ab 65 Jahre und Witwen von ehemaligen Vereinsmitgliedern. Diese Veranstaltung hat bei den Senioren besonderen Anklang gefunden. So manch schöne Erinnerung konnte ausgetauscht werden.

Das 75-jährige Jubiläum

Im Jahre 1986 feierte der Schützenverein Hohne-Niedermark sein 75-jähriges Bestehen. Der Festausschuß hatte ganze Arbeit geleistet und ein umfangreiches Programm vorbereitet. In den Westfälischen Nachrichten wurde das folgende Festprogramm veröffentlicht:

Es begann am Samstag, dem 16.08.1986 mit dem Kinderschützenfest und dem Königsschießen. Die Kinder hatten viel Spaß bei der Durchführung der Spiele und die Erwachsenen erfreuten sich an der Modenschau. „Anna vom Kamp“ (Anna Teepe) auf dem Laufsteg, das wollte sich keiner entgehen lassen.

Beim Königsschießen konnte sich nach hartem Ringen der Bäckermeister Reiner Marks durchsetzen. Er wurde mit dem besten Schießergebnis Jubiläumskönig. Reiner und seine Gattin Gisela regierten nun im Jubiläumsjahr die Niedermarker Schützen. Den Hofstaat vervollständigten Willi und Gisela Sundermann und Friedhelm und Irene Enters. Auch die Kinder hatten ihren Hofstaat ermittelt. Kinderschützenkönig wurde Jörg Heemann mit Ann-Christin Mansfeld. Markus Bäumer mit Sandra Kätker sowie Carsten Wiethölter mit Anika Caldemeyer vervollständigten den Jubiläumshofstaat.
Die Proklamation wurde vom Bürgermeister der Stadt Lengerich, Bruno Karner, vorgenommen.
Am Samstag, dem 17. August 1986, sorgte dann das plattdeutsche Volksstück „De Schelm van Mölenbrook“, aufgeführt von der Laienspielgruppe des Schützenvereins Ladbergen-Hölter, für viel Spaß und beste Unterhaltung der gut 400 Besucher.
Ein Höhepunkt der Festwoche war sicherlich der Heimatabend am 20. August 1986. Über 650 Besucher erlebten einen stimmungsvollen und abwechslungsreichen Abend. Ihren ersten großen Auftritt hatten die 21 Frauen des neu gegründeten „Damenchors im Schützenverein Hohne-Niedermark“. Außerdem sorgten die Jagdhornbläser, die Sänger vom MGV Arion Hohne, die Leistungsturner vom Turnverein Hohne und der Kiepenkerl für ein gelungenes Programm.
Dieser Abend hat insbesondere die Verbundenheit des Vereins mit der Bevölkerung und der Heimat deutlich gemacht und war allen Teilnehmern sicherlich noch lange in guter Erinnerung.
Samstag wurde der Jubiläumskönig ausgeholt. Genau passend zum 75-jährigen Jubiläum des Vereins kam hinzu, dass Reiner Marks in der Schützenstraße wohnt. Da ließen es sich die Nachbarn natürlich nicht nehmen, ihrem „geadelten“ Mitbewohner eine entsprechende Kulisse zu verschaffen. Mit Girlanden, Fähnchen und viel grünen Birken hatten sie die Schützenstraße festlich geschmückt.
Ein abschließender Höhepunkt für die Hohne-Niedermarker Schützen war dann der Sonntag mit dem Festakt an der Schule Hohne-Niedermark. Ca. 30 Vereine und mehrere Ehrengäste nahmen an der Feier teil. Viele Hundert Brieftauben der Reisevereinigung Lengerich starteten gen Himmel und drehten eine Ehrenrunde über dem Festplatz, bevor sie den Heimflug antraten.
Bürgermeister Bruno Karner als Schirmherr und Festredner erinnerte an die Geschichte des Vereins und stellte noch einmal die besonderen Verdienste auf dem Gebiet der Heimat- und Naturpflege heraus.
Nach den Grußworten der Gäste machten sich alle auf zu einem großen Umzug durch die Bauernschaft. Anschließend waren alle noch fröhlich vereint in den Festzelten an der Knemühle.

Auch in den Jahren nach dem Jubiläumsfest gab es ein reges Vereinsleben. So insbesondere im Jahre 1988. Die Jahreszahlen 1911 – 1988 = 77 Jahre Schützenverein Hohne Niedermark waren zwar kein echtes Jubiläumsjahr, veranlassten jedoch den Vorstand, sich in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen zu lassen. So konnten, nachdem Bürgermeister Bruno Karner grünes Licht gegeben hatte, die ersten Stadtmeisterschaften im Mannschaftsdoppelkopf auf dem Festzelt an der Knemühle durchgeführt werden. Über 160 Teilnehmer kamen, um in dieser großen Runde Karten zu „dreschen“ Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und wurde somit auch weiterhin alljährlich vor dem Schützenfest durchgeführt.

Von großer Bedeutung für den Verein war der im Jahre 1988 geschlossene Pachtvertrag für das Grundstück der Schützenhalle. Der Abschluss des Vertrages für den Zeitraum von zunächst 10 Jahren gab dem Vorstand Planungssicherheit für die nächsten Aktivitäten.
So wurde schon bald nach Vertragsabschluss mit den Arbeiten zur Befestigung des Vorplatzes an der Schützenhalle begonnen. Unter der Bauleitung von Schützenbruder Helmut Vogelpohl wurde unter der Mithilfe von vielen fleißigen Schützenbrüdern der Hof gepflastert bzw. betoniert Der an der Hofeinfahrt aufgestellte Torbogen mit der Inschrift „Schützenverein Hohne-Niedermark“ und „In Treue fest“ grüßt von nun an alle Gäste.
In der Mitgliederversammlung am 14.01.1989 wurde beschlossen, weitere Aktivitäten auf dem Gebiet der Heimat- und Naturpflege durchzuführen. So wurde geplant, am Niedermarker See eine Schutzhütte zu errichten, um dieses Naherholungsgebiet noch attraktiver zu gestalten. Die Maßnahme benötigte einige Vorbereitungszeit. Schließlich mussten erst die Genehmigungen des Grundstückseigentümers und der Bauaufsichtsbehörde eingeholt werden.

Am Samstag, dem 20.08.1989, wurde das 50-jährige Jubiläum der Kinderschützen gefeiert. Viele ehemalige Kinderschützenpaare nahmen an dieser Veranstaltung teil. Alle ehemaligen Königinnen bekamen eine rote Rose und für alle Kinder wurde ein Luftballonwettbewerb gestartet.
Eine Woche später, am 24.09.1989, fand in Lengerich das Stadtfest mit dem Kaiserschießen statt. Das Kaiserschießen war für Hohne-Niedermark in diesem Jahr besonders erfolgreich. Die drei ehemaligen Könige Reiner Marks, Werner Vogelpohl und Reinhard Wiethölter haben die Niedermarker Schützen vertreten. Bester Schütze und somit Kaiser der Stadt Lengerich unter 39 Bewerbern wurde unser Schützenbruder Werner Vogelpohl.
Der 08.10.1989 war für unseren Bürgermeister Bruno Karner sicherlich ein bemerkenswerter Tag. Der 2. Durchgang der Stadtmeisterschaften fand auf dem Schießstand an der Knenühle statt. Zur Siegerehrung waren, wie immer, Bürgermeister Karner und Stadtdirektor Denter erschienen. Bei dieser letzten offiziellen Amtshandlung als Bürgermeister wurde dieser abschließend zum Ehrenmitglied des Schützenvereins Hohne-Niedermark ernannt.
In dem Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Niedermarker Hof“ wurde von der Evgl. Kirchengemeinde ein Kindergarten errichtet. Die Hohne-Niedermarker Schützen haben an den Einweihungsfeierlichkeiten am 22.03.1991 teilgenommen. Auch unser Niedermarker Damenchor hat durch einige Liedbeiträge zum Gelingen des Tages beigetragen. Außerdem hat der Chor den Erlös vom Weihnachtskonzert dem Kindergarten für die Anschaffung von Spielgeräten gespendet.

Mit Unterstützung der Stadt Lengerich und der Firma Dyckerhoff ist es dem Verein im Frühjahr 1991 doch noch gelungen, am Niedermarker See die bereits vor zwei Jahren geplante Schutzhütte zu errichten. Bei einer Zusammenkunft mit vielen Gästen am Niedermarker See wurde der Treffpunkt für Wanderer schließlich am 24.03.1991 eingeweiht und aus haftungsrechtlichen Gründen in das Eigentum der Stadt Lengerich übergeben. Die Hütte erhielt zu Ehren unseres Schützenkaisers Werner Vogelpohl die Bezeichnung „Kaiserpavillon“ Viele Gäste aus nah und fern haben in den vergangenen Jahren diesen Treffpunkt aufgesucht, um hier Ruhe und Erholung zu finden. Der Begriff „Kaiserpavillon“ ist von nun an mit dem Niedermarker See fest verbunden.

In der Mitgliederversammlung am 12.01.1991 trat der 1. Vorsitzende Robert Wulfekötter von seinem Amt zurück. In dieser Sitzung konnte kein neuer Vorsitzender gefunden werden. Die Geschäfte werden zunächst vom 2. Vorsitzenden weitergeführt. Erst in der Mitgliederversammlung am 05.07.1991 wurde Heinz-Hermann Derner zum neuen Vorsitzenden bestellt. Auch bei den Chargierten vollzog sich ein Wechsel. Manfred Heemann wurde Oberst und Udo Auffahrt Hauptmann.
Die gute Verbindung zu den Niedermarker Schützen verdeutlichte der Spielmannszug Ostwennemar bei Hamm mit einem Pfingstzeltlager an der Schützenhalle. Am 1. Pfingsttag gaben die Spielleute am neu errichteten Kaiserpavillon am Niedermarker See für die Hohner Bevölkerung ein Konzert. Viele Niedermarker fanden sich hier ein, um den Klängen der Musikanten zu folgen. Die freundschaftliche Bande zum Fanfarenzug Ostwennemar besteht noch heute. Immer wieder überraschen die Spielleute die Niedermarker mit einem kurzen Gastspiel. Motor dieser langjährigen Verbindung ist der ehemalige Hohner Günter Knebelkamp.
Der Laternenzug um den Niedermarker See wird bei Kindern und auch Eltern immer beliebter. Am 06.11.1991 konnte der Vorstand über 180 Kinder zu diesem Rundgang begrüßen. Abschließend erhalten alle Kinder einen Bratapfel in Brotteig gebacken. Die Eltern genießen Glühwein und Heißwurst.

Das Jahr 1993 bescherte dem Schützenverein Hohne-Niedermark ein weiteres Highlight. Hans-Walter Dellbrügge wurde Schützenkönig und stellte zusammen mit seiner Frau Nicole den bis heute jüngsten Hofstaat in der Vereinsgeschichte. Das Durchschnittsalter des gesamten Hofstaates betrug 21,75 Jahre.
Im August 1994 verstirbt im Alter von 92 Jahren unser Ehrenmitglied Heinrich Sundermann. Er hat 75 Jahre dem Verein die Treue gehalten und war für die Niedermarker Schützen ein Vorbild. Mit seiner Liebe und Treue zum Verein hat er Maßstäbe gesetzt. Seine Liebe zu den Pferden verband er mit dem Verein, in dem er alle Jahre die Königskutsche fuhr.

 

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Die Geschichte

des Schützenverein Hohne-Niedermark

Die Gründung und das erste Schützenfest

 

Fünfundsiebzig Jahre sind vergangen, seitdem nachweißlich der Schützenverein Hohne-Niedermark gegründet wurde. Im folgenden Text soll versucht werden, die Geschichte des Vereins zu beschreiben. Als wichtigste Quellen stehen die Protokollbücher zur Verfügung. Sie geben uns einen lückenlosen Überblick über das Vereinsgeschehen der vergangenen 75 Jahre. Auch die Festschrift, die der Verein zum 50 jährigen Bestehen herausgegeben hat, enthält bereits eine Vereinschronik, die hier auch in wesentlichen Teilen nochmals wiedergegeben ist. Weitere Informationen konnten aus dem Zeitungsarchiv der Stadt Lengerich und dem Vereinsarchiv entnommen werden.

 

Der Schützenverein Hohne-Niedermark wurde am 13. Juni 1911 gegründet. So steht es auf der 1. Seite des noch vorhandenen Protokollbuches.

 

=> Bild vom Protokollbuch einfügen

 

Zu dieser Vereinsgründung kam es, als verschiedene junge Männer, unabhängig von dem übrigen Vereinsleben in Hohne, einem eigenen Schützenverein gründen wollten. Bei einer Wanderung durch die Hohner-Niedermark, die ihr Ziel in “Caldemeyers Busch“ hatte, tauchten die ersten Gedanken zur Vereinsgründung auf. Auch wurden hier schon vorübergehend die Vorstandsmitglieder ernannt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Wilhelm Schulte bestellt. Da ein Vereinslokal fehlte, (heute Gärtnerei Kötterheinrich) abgehalten. Das Protokoll dieser Versammlung lautet wie folgt:

 

=> Bild Protokoll 1. Versammlung einfügen

 

Das Gründungsjahr 1911 war Berichten der Lengericher Zeitung zufolge ein großes Hitze- und Dürrejahr. So wurde z.B. in der Zeitung vom 1.8.1911 berichtet, dass auf einem Apfelbaum die Früchte unter der Glut der Sonne so stark verbrannten, dass man von Bratäpfeln frisch vom Baum reden konnte.

 

Am 14.8.1911 wurde berichtet, dass der Grundwasserstand so niedrig war, das mehrere Brunnen versiegten und die Landwirte wegen Futtermangel ihr Vieh verkaufen mussten. Nach Erzählungen unserer älteren Schützenbrüder hatten die Kartoffeln bei der Ernte in diesem Dürrejahr lediglich die Größe von Weintrauben.

 

Das erste Schützenfest des Vereins fand am 8. August 1911 auf dem Hof des Schützenbruders Friedrich Schallenberg statt. Dieses Fest wurde an einem Dienstag gefeiert und war ein voller Erfolg. Das Interesse der Bevölkerung war sehr rege. Der erste Schützenkönig war Wilhelm Hölscher.

 

=> Bild Anzeige Schützenfest einfügen

Anzeige zum 1. Schützenfest in der LZ vom 05.08.1911

 

 

Der König wurde auf dem an der Knemühle befindlichen Scheibenstand ausgeschossen. Es wurde mit Steckbüchsen auf 120 Meter geschossen. Der Scheibenstand gehörte dem Schützenverein Hohne und dem Kriegerverein Hohne. Die Genehmigung dieser Vereine zur Benutzung des Scheibenstandes wurde ohne weiteres erteilt. Es musste eine Abstandssumme von je 100,-- Mark an die Vereine gezahlt werden und außerdem an Herrn Knemöller als Grundstückseigentümer eine

Rente von 10,-- Mark.

 

Die Musik für das Schützenfest stellte die Kapelle Otto Dahlhoff aus Tecklenburg. Diese Kapelle spielte auch in den folgenden Jahren fast auf allen Schützenfesten.

 

Bei diesen Schützenfesten fuhren die Adjutanten mit dem Fahrrad. Hauptmann, Major und Oberst ritten zu Pferde.

Wer ohne Entschuldigung dem Festzug fernblieb, musste zum Festball 50 Pfennig bezahlen. Der Eintritt für nicht Nichtmitglieder betrug eine Mark und für die Damen 50 Pfennig.

 

In Hohne-Niedermark gab es damals kaum befestigte Wege. Die Sandwege waren im Sommer bei Trockenheit oft wie Pulver, so dass bei den Schützenumzügen selbst die Kutschen oft im Sand stecken blieben. Der aufgewirbelte Staub machte auch besonders der Blaskapelle zu schaffen.

 

Im Gründungsjahr umfasste der Verein schon 64 Mitglieder. Der erste festgestellte Kassenbestand betrug am 7.10.1911 13,57 Mark.

 

Auf der Knemühle bis zum 1.Weltkrieg

 

In der Generalversammlung am 21.Januar 1912 wurde der Vorstand neu gewählt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Julius Becker und zum zweiten Vorsitzenden Gustav Peters bestellt.

 

Das zweite Schützenfest wurde am 12.Juni 1912 gefeiert. In diesem Jahr traten weitere 20 Männer dem Verein bei, so dass der Verein im 2. Jahr seines Bestehens bereits 84 Mitglieder hatte.

 

Den ersten Schützenball feierte man am 20.Oktober 1912 im Saal des Vereinswirtes August Kortlüke.

 

Zum Tanz spielte die Kapelle “Kurz und Klein“ (Friedrich Brundiek). Die Vorstände der Hohner Vereine trafen sich am 26. November 1912, um über dem Bau einer großen Unterkunftshalle und die Überdachung des Scheibenstandes an der Knemühle zu beraten. Der Bau der Halle sollte bis zum 1. April 1913 beendet sein und wurde von Herrn Knemöller übernommen. Die Hohner Vereine verpflichteten sich, auf die Dauer von 15 Jahren hierfür einen Zins zu zahlen. Es wurde vereinbart, dass der Hohner Schützenverein und der Schützenverein Hohne-Niedermark je 20,-- Mark und der Kriegerverein Hohne jährlich 30,-- Mark zahlen.

 

Zum Schützenfest 1913 wurden Schützenhüte angeschafft. Der Königszuschuss aus der Vereinskasse zum Schützenfest betrug jetzt 15,--Mark.

Am 17. Juni 1914 wurde das letzte Schützenfest vor dem ersten 1. Weltkrieg gefeiert. Die Kapelle Dahlhoff wurde bereits morgens um 4.30 Uhr mit Pferd und Wagen an der Bashake abgeholt.

 

Nach diesem Schützenfest fand das erste Scheibenhängen statt. Man trat an der Knemühle an und feierte abends auf der Tenne eines Hohner Bauern.

 

Als der erste Weltkrieg ausgebrochen war, ruhte das Vereinsleben anfangs noch nicht. In der Generalsversammlung am 12. September 1914 wurde beschlossen, die Witwen der gefallenen Schützenbrüder zu unterstützen. Hierfür wurden aus der Vereinskasse 100,-- Mark bewilligt. Man rechnete noch nicht damit, dass sich der Krieg über vier Jahre erstrecken würde, denn während der ganzen Zeit konnten natürlich Unterstützungen in einem solchen Maß nicht mehr gewährt werden.

 

Während des weiteren Verlaufes des Krieges ruht das Vereinsleben im Schützenverein Hohne-Niedermark nun ganz.

 

Zwischen den Kriegen

 

In der ersten Versammlung nach dem 7. Juni 1919 wurde beschlossen, den Verein in altgewohnter Weise weiterzuführen. 23 Schützenbrüder waren im Krieg gefallen. Trotz aller Sorgen, der alte Schützengeist lebte wieder auf.

 

Der erste Vorsitzende Julius Becker legte den Vorsitz nieder. Der bis dahin den zweite Vorsitzende Gustav Peters wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt.

 

Das Vereinslokal wurde jetzt zur Knemühle verlegt. Die Zahl der Mitglieder betrug im Jahre 1919 schon wieder 103 und stieg in den nächsten Jahren weiter an.

 

Der erste König nach dem Krieg war Gustav Peters.

 

Im Jahre 1921 tauchte der Gedanke auf, zu Ehren der gefallenen Hohner ein Denkmal zu errichten. Es wurde ein Ausschuss gebildet, in dem jeder Hohner Verein vertreten war. Man einigte sich dahingehend, es gegenüber dem Lokal Heckmann zu errichten.

 

In der Versammlung vom 16. Oktober 1921 wurde August Haßmann erster Vorsitzender. Nun kam auch wieder die Anschaffung der Vereinsfahne zur Sprache, die durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges nicht mehr möglich gewesen war. Es wurden Verhandlungen mit verschiedenen Firmen aufgenommen und schließlich die Bonner Fahnenfabrik mit der Lieferung beauftragt. Im festlichen Rahmen wurde dann am 21. Mai 1922 die Vereinsfahne eingeweiht.

 

=> Anzeige Fahnenweihe einfügen

Anzeige in der LZ vom 18.05.1922

 

Diese Fahne ist noch heute das Schmuckstück des Vereins. Sie wurde zum jetzigen 75-jährigen Jubiläum renoviert und befindet sich in einem tadellosen Zustand.

 

Die Lengericher Zeitung berichtete am folgenden Tag ausführlich über diese Fahnenweihe.

=> Artikel Fahnenweihe einfügen

 

Es soll auch hier nicht unerwähnt bleiben, dass während der Inflationszeit der Kassenbericht im Jahre 1923 mit einer Einnahme von 47.227.012,78 Mark und einer Ausgabe von 30.762.833,00 Mark schloss.

 

Von 1924 bis 1926 übernahm Hermann Haßmann den Vorsitz, der dann bis 1930 von Herman Henschen fortgeführt wurde. 1930 wählte man den schon langjährigen ersten Schriftführer Otto Budke zum ersten Vorsitzenden.

 

Bis zum Jahre 1936 verlief das Vereinsleben im gewohnten Rahmen. Manches schönes Fest konnte in Hohne-Niedermark gefeiert werden. War doch bis zum zweiten Weltkrieg das Schützenfest in der Niedermark immer ein Ereignis für jung und alt.

 

=> Bild Schützenfest 1931 einfügen

Schützenfest 1931

 

Im Sommer 1936 wurde in Hohn-Niedermark das Heimatschützenfest gefeiert.

Heimatschützenkönig wurde Gottfried Bögel.

 

Im Jahr 1936, zur Zeit des Nationalsozialismus, wurden alle Schützenvereine in den “Deutschen Schützenbund“ eingegliedert. Die Hohner Schützenverein wurden als Hohner „Schützenbund“ zusammengeschlossen und traten nur noch als Schützenkompanien in Erscheinung. Der Vorsitzende Otto Budke war nun Kompanieführer der Schützenkompanie Hohne-Niedermark.

 

Das letzte Schützenfest vor dem zweiten Weltkrieg wurde 1939 gefeiert. Der damalige Schützenkönig Wilhelm Bossemeier hatte die Königswürde während des ganzen Krieges und danach bis zur Wiederaufnahme des Vereinslebens 1949, also genau zehn Jahre, inne.

 

Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges kam auch das Vereinsleben vollständig zum Erliegen, wenn auch bis zum Jahre 1942 noch Versammlungen und so genannte “Opferschießen“ veranstaltet wurden. Einen Schützenverein Hohne-Niedermark gab es eigentlich nicht mehr. Denn zu sehr hatte der Krieg mit seinen Anforderungen die Menschheit in Anspruch genommen.

 

Wiederbeginn 1949

 

Im Frühjahr 1949, erst 4 Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkrieges, unternahmen verschiedene Hohner den Versuch, den Schützenverein Hohne-Niedermark wieder neu erstehen zu lassen. Zu der ersten Versammlung am 9. April 1949 im Vereinslokal “Knemühle“ erschienen 20 Mitglieder. Als erstes hatten die Versammelten die traurige Pflicht, 38 gefallener und vermisster Schützenbrüder zu gedenken, unter ihnen der ersten Vorsitzenden Otto Budke. Der langjährige zweite Vorsitzende Ludwig Welp übernahm jetzt das Amt des ersten Vorsitzenden. Ein Kassenbericht brauchte in dieser Versammlung nicht erstattet zu werden, da das Geld durch die Währungsreform entwertet worden war. Bereits in der nächsten Versammlung am 23.April 1949 wurden 11 neue Mitglieder aufgenommen, unter ihnen auch Männer, die ihre Heimat im Osten verlassen mussten.

 

Das erste Schützenfest nach dem Kriege konnte am 21.August 1949 gefeiert werden. Der Schützenkönig wurde mit Luftgewehr ausgeschossen, da die Besatzungsmächte das Schießen mit Kleinkalibergewehren noch verboten hatten. Die Königswürde errang Otto Darr. Die weitere Vereinstätigkeit spielte sich wieder in altgewohnter Weise ab.

 

Im Jahre 1951 konnte der Verein sein 40-jähriges Bestehen feiern. An diesem Jubiläumsfest nahmen Abordnungen von 12 Nachbarvereinen teil. Die Festansprache hielt Herr Lehrer Kleineberg. Jubiläumskönig wurde Wilhelm Hardung.

 

Erstmals wurde im Jubiläumsjahr vom Schützenverein Hohn-Niedermark auch ein Kinderschützenfest durchgeführt. Der erste Kinderschützenkönig wurde Günter Peters.

 

=> Bild Empfang der Gastvereine einfügen

Empfang der Gastvereine auf dem Hof der Knemühle 1951

 

=> Anzeige Schützenfest einfügen

Anzeige in der TL vom 25.05.1951

 

=> Bild vom Festzug einfügen

Festzug 1951 über die Lienener Straße in Höhe der Werkseinfahrt der Firma Dyckerhoff Werk I

 

=> Bild Kinderschützenfest einfügen

Kinderschützenfest 1951

 

Alle Kinder hatten vor dem Fest selbst Papierhüte gebastelt und nahmen nun mit ihrem Hofstaat am Festzug teil. Die Kette für den Kinderschützenkönig wurde gestiftet.

 

Beim 40-jährigen Jubiläumsfest spielten zum Festzug die Dyckerhoffkapelle mit 24 Mann und der Spielmannszug des TV Hohne.

 

In einer Feierstunde konnte am 20. Januar 1952 die erweiterte Ehrentafel zum Gedenken der Gefallenen des zweiten Weltkrieges eingeweiht werden. Herr Lehrer Kleineberg hielt die Gedenkrede.

 

=> Bild Gedenktafel einfügen

Ehrentafel der Gefallenen und Vermissten des ersten und zweiten Weltkrieges

 

Das Jahr 1952 war auch die Zeit der Trennung der beiden Schützenvereine Hohne-Ost und Hohne-Niedermark. Beide Vereine waren 1936 auf Erlass des damaligen Reichssportführers zum Schützenbund Hohne zusammengeschlossen worden. Nun begann für die Schützenbrüder aus Hohne-Ost wieder der Drang zur Selbstständigkeit.

 

Der Schießstand an der Knemühle war durch Kriegseinwirkungen völlig zerstört worden. Da ab 1952 wieder mit Kleinkalibergewehren geschossen werden durfte, wurde der Schießstand vom Schützenverein Hohne-Niedermark in Selbsthilfe wieder aufgebaut. Die Schützenbrüder hatten insgesamt 2.112 Arbeitsstunden geleistet. Mit der Fertigstellung des neuen Kleinkaliberstandes wurden wieder verschiedene Schießwettbewerbe durchgeführt.

 

1955 stellte der 1. Vorsitzende Josef lange sein Amt zur Verfügung. Nachfolger wurde bis 1959 Günter Knittel.

 

Im Jahre 1956 kam es zu einem “Grenzkonflikt“ mit dem Nachbarverein aus Ringel. Der Tecklenburger Landbote berichtete wie folgt:

 

=> Artikel Grenzzwischenfälle einfügen

Ausschnitt aus dem TL vom 04.06.1956

 

Im Jahre 1958 wurde das Hohner Mahnmal hinter die Kirche eingeweiht. Alle Hohner Vereine hatten sich an dem Bau beteiligt. Über den Bau des Mahnmals wird an anderer Stelle nochmals ausführlich berichtet.

 

Von 1959 an übernahm Wilhelm Becker die Führung des Vereins. Er war 16 Jahre lang Vorsitzender.

 

=> Bild Festzug

Festzug der Schützen und Schützenfestnachmittag an der Knemühle Ende der 50er Jahre

=> Bild Festzug

=> Anzeige 50. Schützenfest

=> Bild Festakt

 

1961 war für den Schützenverein Hohne-Niedermark ein besonderes Jahr. Das goldene Jubiläum wurde am 28. Mai 1961 groß gefeiert.

 

24 Gastvereine nahmen an dem Festakt auf dem Platz der Schule Hohne 1 teil. Tags zuvor war hart um die Königswürde gerungen worden. Jubiläumskönig wurde der 1.Vorsitzende Wilhelm Becker. Seine Ehefrau Margrit wurde Königin.

 

=> Bild Jubiläumsschützenpaar 1961

=> Bericht Hohne

Bericht im TL vom 30.05.1961 über das Jubiläumsschützenfest

 

In den folgenden Jahren verlief die Vereinstätigkeit hauptsächlich in traditionellen Bahnen. Zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders wurden der Winterball, das Himmelfahrtsschießen, das Schützenfest und das Scheibenhängen. Es sei erinnert an die Schiffsfahrten auf dem Kanal, die vielen Busreisen und auch die Fahrten mit dem Samba-Express der Deutschen Bundesbahn nach Königswinter, zur Biggetalsperre und nach Norderney.

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